Organisieren von Fotos

Digitalbilder… und was jetzt?

Zu Zeiten als ich noch Dias fotografierte - oder noch viel früher zu Zeiten der Ausarbeitung auf Papier - war die Organisation einfach. Papierbilder kamen in ein Fotoalbum und die Dias in Diaboxen zu je 50 Stück. Jede Diabox wurde fein säuberlich beschriftet und in das Gesamtverzeichnis eingetragen. Aber wie mache ich dies jetzt mit den vielen einzelnen Digitalbildern?

Nach obenDigitalbilder… eine neue Organisation muss her!

Ich habe lange überlegt, wie ich eine für mich lebbare Struktur anlege. Einige meiner Ideen landeten schnell wieder im Reich der Hirngespinste andere Ideen geistern mir immer noch im Kopf herum, wurden aber bis heute noch nicht realisiert.

Nach obenWelche Anforderungen habe ich an meine optimale Organisation?

Nach obenDigitalbilder… so organisiere ich!

Meine Kamera benennt die Fotos nach dem Schema: IMG_nnnn.JPG (wobei nnnn die fortlaufende Nummer ist). Soweit so gut. Nachdem ich die Reihenfolge meiner Aufnahmen prinzipiell erhalten möchte (hat ja einen Sinn gehabt, dass ich die Bilder in dieser Reihenfolge aufgenommen habe), behalte ich diese 4 Ziffern. Der Rest des Dateinamens ist unnötig und wird gelöscht. Nach dem »_« füge ich das Land, die Stadt oder das Ereignis ein, gefolgt von »,« als Trennzeichen. Danach folgen ungeordnet verschiedene Stichworte, welche zu dem Bild passen (z.B. Karin). Das war es auch schon wieder.

Beispiel: (frühere einfache Variante)
vorher: IMG_3903.JPG
nachher: 3903_Lissabon, Estufa Fria, Gewächshaus, Karin.jpg

 

Weiters werden alle Fotos einer Aufnahmeserie (z.B. Urlaub Lissabon 2003) in einen eigenen Ordner im Verzeichnis „Fotos” abgelegt. Dieser Ordner „Fotos” ist immer mit dem Buchstaben P: (wie Pictures) verbunden. Warum so umständlich? Wenn ich den Ordner „Fotos” einmal verschieben muss, weil z.B. auf der Platte zu wenig Platz ist, dann muss ich nur die Verbindung P: mit Platte:\Fotos ändern und alle Pfadangaben, welche vielleicht ein Programm gespeichert hat, stimmen wieder.

Bis Anfang September 2003 passte das obige System perfekt. Dann kam Karin auch auf den Geschmack und fotografierte mit einer eigenen Kamera. Klar, dass diese Kamera selbst auch mit 0000 zu nummerieren begann und so mein schönes Sortierkriterium nicht mehr funktionierte. Was nun?

Der Aufnahmezeitpunkt (Datum und Uhrzeit) ist eigentlich optimal. Wenn die beiden Kameras gut aufeinander abgestimmt sind - annähernd die gleiche Zeiteinstellung haben - dann lassen sich Fotos anhand dieses Merkmals leicht chronologisch zusammen mischen. Optimal wäre daher die erweiterte Version des obigen Beispiels.

Beispiel: (aktuelle Variante)
vorher: IMG_3903.JPG
nachher: 2003.03.31_13.55.04_A3903_Lissabon, Estufa Fria, Gewächshaus, Karin.jpg

 

Zwei Änderungen ergeben sich zum ersten Algorithmus: Allen voran stehen Aufnahmedatum und -zeit. Danach folgt ein Kürzel (in diesem Fall ein großes „A” für die Kamera). Der Rest ist so wie vorher. Datum, Zeit und Kameratyp sind in den EXIF Informationen automatisch eingebettet. Super! Nur wie lese ich diese nun automatisiert zum Renamen aus? Die Lösung ist:

Sophisticated Rename von Acritum Software
Zur Erstellung der neuen Dateinamen können Teile des ursprünglichen Dateinamens verwendet werden. Neben simplen Konstanten und Zählern kann man auch eine Reihe von Variablen verwenden, wie z.B. EXIF-Informationen aus Bildern, ID3 Informationen aus MP3 Dateien usw.
Zusätzlich kann man eigene Plugins schreiben, die die Fähigkeiten des Programms noch mehr erweitern. Für die Umbenennung erstellt man dann Vorlagen mit Konstanten, Zählern und Variablen, die auch einfache IF/ELSE-Bedingungen enthalten können. Man kann diese Vorlagen mit allen Angaben speichern und beim nächsten Bedarf wieder laden. Sophisticated Rename

 

Die Funktionsvielfalt von Sophisticated Rename (Nomen est omen) ist phänomenal und schon der Blick in die Featureliste bzw. die Pluginseite lässt die Flexibilität des Tools erahnen. Meine Anforderung (Aufnahmedatum, -zeit, kameraabhängiges Kürzel und je nach Kameratyp unterschiedliches Extrahieren der fortlaufenden Nummer) konnte ich in etwas mehr als einer Stunde „programmieren” . Seitdem ist das Renamen ein Kinderspiel - Regelset laden, zu renamende Dateien mit Drag und Drop einwerfen - Klick - Fertig. Superb!

Nach obenDigitalbilder… wie finde ich sie!

Was helfen die schönsten Bilder, wenn Du sie in den unendlichen Weiten Deiner Festplatte nicht findest? Da der Speicherplatz immer billiger wird (eigentlich schon ist), wachsen neue Platten in regelmäßigen Abständen in meinem PC. Damit wäre einmal das Platzproblem erledigt. Aber wie finde ich meine Schätze einfach und effizient wieder? Bis jetzt sind mir 3 verschiedene Aufgaben untergekommen:

Aufgabe 1
alle Aufnahmen eines Ereignisses:
Ist einfach. Alle Bilder liegen in einem eigenen Unterverzeichnis auf der Platte
Aufgabe 2
alle Aufnahmen mit einem Stichwort:
Auch einfach. Mit dem Windows-internen „Suchen” oder einem anderen Suchtool im Namen des Fotos suchen
Aufgabe 3
alle Aufnahmen in einem Zeitraum:
Wieder einfach. Wieder kann das Windows-Programm „Suchen” die Aufgabe erfüllen

 

Nach obenDigitalbilder… Archivierung und weitere Bearbeitung!

Bevor ich die Bilder weiter bearbeite - Helligkeit, Ausschnitt, Kontrast, usw., kopiere ich alle neuen Bilder in ein eigenes Verzeichnis mit dem Namen „Originale”. Dieses Verzeichnis wird periodisch auf CD oder seit Neuestem auf DVD gesichert und danach am PC gelöscht. Somit habe ich immer ein Backup für den Fall, dass ich bei der Bearbeitung der Fotos irrtümlich abgespeichert habe, obwohl ich es vielleicht gar nicht wollte .
Nach erfolgter Be- und Verarbeitung (Näheres dazu auf den nächsten Seiten) kopiere ich alle Dateien je Ereignis auf eine DVD und bin fertig.

Nach obenErfahrungen mit dieser Methode

Nur gute! Ich betreibe diese zugegebener Maßen etwas umfangreiche Methode, seitdem ich von Analog auf Digital umgestiegen bin (Mitte 2001). Bis jetzt habe ich alle Bilder rasch wieder gefunden und noch keines „verloren”.

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heribert bernardi (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 2. November 2005

Auf DVD ist ja gut Originale zu speichern.Aber die Haltbarkeit der DVD. Erzeugerinfo max.3 Jahre!
Grüße Heribert

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Alexander Pöschel (Admin)
schrieb am 1. November 2006

@Heribert: Da hast Du wahrscheinlich Recht, aber um dem Lesefehlerteufel ein wenig die Schärfe zu nehmen, kann ich jedem nur das kostenlose Tool DVDisaster auf dvdisaster.de empfehlen. Rechtzeitig angewandt kann es schlaflose Nächte ersparen! Liebe Grüße, Alexander

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Gerd
schrieb am 22. März 2007

Bin auch der Suche nach der geeigneten Archivierung. Und habe das Gefunden wie ich es nun auch schon mache.
Ich lege die Die Bilder nach Jahren und Ereignis ab. Im Archiv sind die Bilder seit 1990. Nur gute Erfahrung.
Die Sicherung erfolgt auf eine 2. Platte und 1x im Jahr auf CD/DVD.
Was mir fehlt ist das Finden der "tollen" Bilder.
Grüße Gerd

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Blacky
schrieb am 9. Februar 2008

Sorry, muss hier wieder sprechen. Viele (ca.500) meiner CD/DVD's sind 5-8 Jahre alt. Habe jetzt mal alle getestet. Und nicht eine hatte einen Fehler oder so. Ich Brenne immer Langsam (4fach) und nur mit Marken-Rohlinge.

 

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Sabine
schrieb am 8. März 2008

Ich archiviere meine gesamten Fotos auf einer externen Festplatte. Die muss ich dann nur an den Computer anschließen, und hab alle meine Fotos. Find ich äußerst praktisch!

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Stefan
schrieb am 23. März 2008

Hallo Zusammen,
Den Aufwand den du Betreibst ist wirklich Ehrenwert, ich organisiere nur meine Ordner, indem ich diese nach dem Datum + Ereignis oder Ort benenne :/ Wenn ich da an den "assoziativen Bildspeicher" einer freundin denke grausts mir :D

vlg Stefan

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Roland (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 16. Mai 2008

ich mache es ähnlich wie stefan, da ich mehre kameras habe kameraname/datum /ort oder ereignis , vorsicht sabine mit den externen festplatten, sollen doch relativ störanfällig sein , wesentlich mehr als die eingebauten

 

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