„Ich kann an niemanden delegieren, da ich keine Führungskraft bin” ist oft die erste Reaktion, welche ich auf die Frage „Und warum tust DU das jetzt und nicht die/der Huber?” erhalte.
Es stimmt, eine der wichtigsten Aufgaben für Führungskräfte ist es, Tätigkeiten zu delegieren / zu verteilen. Es gibt fast nichts Schlimmeres als einen Chef, welcher der Meinung ist, er muss alles selbst erledigen, weil nur dann die Arbeit richtig getan wird.
Auch für »normale« Mitarbeiter (sind Chefs eigentlich nicht auch »normal«?
) besteht die Möglichkeit - eigentlich die Verpflichtung - Tätigkeiten zu delegieren, wenn ...
Bevor wir dazu kommen, möchte ich Dir einige Hemmnisse der Delegation näher bringen.
Manche von uns haben Angst vor dem Delegieren, weil ...
Ganz am Anfang dieser Seite habe ich geschrieben, dass Delegation nicht nur für Führungskräfte funktioniert - und das stimmt! Delegation geht in alle 4 Richtungen:
| Rückdelegation an den Vorgesetzten | ||
| Delegation an die Teamkollegin | I C H | Delegation an den Teamkollegen |
|---|---|---|
| Delegation an den Mitarbeiter (aus Führungskraftsicht) |
Dazu 2 praktische Beispiele:
| Delegation eigener unangenehmer Tätigkeiten |
|---|
| Für Dich sind gleichartige Routinetätigkeiten ein Graus, weil Du die Herausforderung liebst. Weil dies bei Dir so ist, nimmst Du an, dass Deine Kollegen gleichartig denken und ebenso empfinden. Ist das wirklich so? In jedem größeren Team ist mindestens ein Kollege, welcher genau umgekehrt fühlt. Für ihn sind alltägliche, administrative Tätigkeiten jene, die er kennt und akribisch durchführt. Für ihn ist Neues und Unbekanntes unangenehm und er benötigt zur Durchführung viel Zeit. |
| Was spricht dagegen, dass ihr beide Eure Tätigkeiten tauscht? |
| Die oft unterschätzte (und vielleicht für unmöglich gehaltene) Rückdelegation |
|---|
| Nehmen wir an, Dein Vorgesetzter hat gute Beziehungen zu vielen anderen Kollegen. Deine Aufgabe ist es, von jemandem Dir unbekannten, wichtige Informationen schnell zu erhalten. Der Erstkontakt ist für Dich sicher schwieriger als für Deinen Vorgestzten |
| Was spricht dagegen, Deinen Vorgesetzten mit der Frage „Sie kennen doch Herrn Huber gut. Könnten Sie ihn um die Information xyz bitten?” zu adressieren. |
Stelle Dir selbst folgende Fragen:
Natürlich und sogar sehr viel! Wenn Du das nächste Mal einen Auftrag entgegen nimmst, dann gehe folgende Punkte in Ruhe im Kopf durch und prüfe so, ob Dir alles klar ist:
Zum Abschluss des Kapitels kannst Du wieder Dein Zeitverwendungsinventar her nehmen und in der Spalte 'dele' jene Tätigkeiten markieren, bei denen die Anwendung der Delegation für Dich möglich ist.
Yvonne (E-Mail-Adresse bekannt) |
Hallo,
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